Fragen an die moderne Zeit (71)
November 19th, 2009 by sabbeljan
Sind Falten dem vielfältigen Denken geschuldet?
Wenn ich so nen Hals habe, warum helfen Halstabletten nicht? (courtesy to frau jekylla)
Ist ein Briefmarkenalbum eine Portokasse?
November 19th, 2009 by sabbeljan
Sind Falten dem vielfältigen Denken geschuldet?
Wenn ich so nen Hals habe, warum helfen Halstabletten nicht? (courtesy to frau jekylla)
Ist ein Briefmarkenalbum eine Portokasse?
November 18th, 2009 by sabbeljan
Werte Freitagstextergemeinde! Vorweg: Als klarer Gewinner geht mein kleines Gehege der Zähne aus dieser Runde hervor, denn ich habe wirklich breit gegrinst, laut gelacht, heftig genickt und mich still gefreut. Auch wenn die 50 Kommentare (den trackback und ein paar OT müssen wir abziehen) nicht ganz erreicht wurden, ist es doch erstaunlich wie viel Kreativität so eine Laune der Natur (aus dem Garten selbstredend … musste auch an Stilhäschens Karotten-Exemplare denken) wo war ich? ah, wie viel Kreativität so eine Laune der Natur doch hervorbringen kann.
Und weil bei so geballter Textexpertise geniale Dinge dabei sind muss ich mehrere Preise vergeben:
Supersonderpreis für Fleiß gepaart mit echten Knallern für MoniqueChantalHuber
Spezialpokal für einen schönen Reim geht an Pleitegeiger für “Die neuste Züchtung des holländischen Professors N.Euken in de Keuken soll künftig Köchen in aller Welt die Arbeit erleichtern. Dank der besonders windschnittigen Form halbiert sich die Zeit zwischen Strauch und Kochtopf.”
Platz 5 geht an MoniqueChantalHuber für “zonen-gabis erste passionsfrucht”
Platz 4 geht an r|ob für “Buzzer für Vegetarier…”
Platz 3 geht an textundblog für “Freudig erregt erwartet sie den sich gerade frei machenden Mozarella.”
Platz 2 geht an heinzkamke für “Was für ein Land, in dem Kartoffeln noch Augen, Wände noch Ohren und Tomaten noch Nasen haben!”
Den Sieg trägt sehr sehr knapp davon: formschub für “Ein deutscher Alphablogger wurde erstmals vom Verband der Tomatenzüchter mit einer eigenen Sorte geehrt. Der Verkaufsstart für die Lobomate ist für Dezember geplant, vorerst auf Wochenmärkten in Berlin. (Rezepttipp: Spaghetti Lobognese!)”
Wir sehen uns am Freitag im ästhetisch wertvollen Blog von formschub wieder, für eine neue Runde Wer hat noch nicht, wer will noch mal?. Weiter mit Musik!
November 13th, 2009 by sabbeljan
Im wahrsten Sinne des Wortes Schwein gehabt. Nach gefühlten Äonen habe ich mal wieder den Freitagstexter gewonnen. Vielen Dank an heinzkamke von angedacht für die Pokalübergabe. Also bitte sehr. Dann kommentiert mal los. Einfach Bildunterschrift zum Foto texten. Ernsthaft, lustig, wissenschaftlich, verquer oder (un)politisch korrekt. Alles ist erlaubt. Wer Anschauung braucht, wie so etwas aussieht, schaue bitte in die Chronik des Wettbewerbs. Mittwoch gebe ich bekannt, wer den Wanderpokal übernimmt. Go for it!

November 10th, 2009 by sabbeljan
Die Abmahnungen der letzten Monate und Jahre haben immer wieder Anlass genug gegeben sich aufzuregen. Jüngst hat der Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin bewiesen, wie man einerseits die eigene Marke überschätzen und andererseits die neuen Entwicklungen der Sozialen Medien unterschätzen kann. Als Bürger habe ich ein moralisches Empfinden, das, wie bei vielen anderen auch, sehr stark vom “Groß-gegen-Klein-ist-im Zweifel-immer-ungerecht” geprägt ist. Und dieses Empfinden ist jenseits von juristischen Kategorien und Spitzfindigkeiten empfindlich gestört worden.
Aber je länger ich über den Jack Wolfskin-Fall nachdenke, bei dem der Markenartikler im wahrsten Sinne des Wortes ohne hinzugucken, kleine Selfmade-Leute hat abmahnen lassen, desto mehr wächst in mir die Wut über eine ganz andere implizite Botschaft. Diese unterschwellige Botschaft lautet: Du Konsument bist zu dumm, den Unterschied zwischen unserer echten Marke und einer entfernt ähnlichen aussehenden grafischen Abbildung zu erkennen.
Als Konsument habe ich neben dem genannten moralischen Kompass auch eine Käuferehre. Ich möchte ernst genommen werden. Unternehmen, die Produkte mit einem Markenversprechen verkaufen wollen, sollten die Käufer nicht für dumm verkaufen. Schließlich reden wir über angeblich wertige Ware, die auch eine entsprechende Identifikation und Geldbeutel voraussetzen. Ist es im Gegenteil nicht sogar so, dass die gesamte Markenkonstruktion zusammenbricht, wenn mir als potenziellem Käufer nicht zugetraut wird, eine selbstgestickte Katzenpfote auf einer Filztasche von einem T-Shirt mit Wolfstatzensigne als zwei Welten zu unterscheiden - zumal unter Berücksichtigung des Kontextes, in dem die Dinge angeboten werden? Ist die Verwässerung der Marke, auf die sich Jack Wolfskin unter anderem berufen hat, genau durch das Verhalten des Unternehmens nicht längst Wirklichkeit geworden?
Oder geht es am Ende gar nicht um uns Kunden? Geht es nicht darum, dass wir aus Versehen, ein angebliches Plagiat kaufen und dafür das teuere Markenprodukt liegen lassen? Sondern geht es inzwischen einfach ums Prinzip?
So oder so es bleibt nur eine Konsequenz: Nicht dumm kaufen.
(Text schon mal in der Community vom freitag veröffentlicht)
November 2nd, 2009 by sabbeljan