Spreeblick streikt. Zu Recht. Was heute in Berlin beschlossen werden soll, ist einfach das völlig falsche Mittel für einen eigentlich gut gemeinten Zweck. Also, macht Euer Kreuz gegen diesen Schwachsinn. Beratungsresistenz gefährdet die Demokratie. Zum Glück sind es nur noch wenige Monate, bis diese Regierung abgewählt werden kann!

Weitere Infos:
c’t: Verschleierungstaktik
Heise: Kinderporno-Sperren: “Frontalangriff auf die freie Kommunikation” befürchtet
Spiegel Online: BKA filtert das Web

8 Responses to “Internetzensur gegen Kinderpornografie?”

  1. on 23 Apr 2009 at 8:14 am Juergen

    Deine letzten beiden imperativen Sätze, wenngleich auch ohne Ausrufezeichen, locken zu etwas hintersinnigem Widerspruch:
    1. Lobbyismus sichert die Demokratie oder: nur ein Berater kann gewinnen.
    2. Nur eine 100% liberale Regierung wird zu fast 100% die Bürgerrechte achten: also wählt Grün/Gelb. (Solange die noch nicht vereinigt sind, hat man noch diese Wahl.)

  2. on 23 Apr 2009 at 10:16 am sabbeljan

    @Juergen 1. ist im Prinzip richtig. Nur diese Haltung konsequent zu Ende gedacht, sagt, dass es keine “besseren” Lösungen gibt, sondern nur Lösungen von potenteren / durchsetzungstärkeren Lobbyisten/Beratern. Das reicht mir nicht.

    2. ist im Prinzip auch richtig. Nur wer FDP wählt bekommt Schwarz-gelb. Mag sein, dass die FDP in einer schwarz-gelben Regierung Bürgerrechte ähnlich gut verteidigen kann, wie Grüne in einer anderen Konstellation. Aber verlasen will ich mich darauf nicht.

  3. on 23 Apr 2009 at 11:23 am Juergen

    noch ‘mal zu 2.
    Ich meine eine grün-gelbe Koalition! ;)
    Wenn sich schon die beiden sehr ähnlichen Parteien nicht vereinigen…

  4. on 23 Apr 2009 at 11:31 am sabbeljan

    @Juergen Auch ok. Hätte ich nichts dagegen. Aber ich fürchte, wir werden die Sozen brauchen ;-) Für eine Vereinigung braucht es auf gelber Seite eine ökologische Kehrtwende und auf grüner Seite die Abkehr von Staatsgläubigkeit.

  5. on 23 Apr 2009 at 3:34 pm Haken

    ah, noch ein trapper, jut, dit wir auf der gleichen barrikade stehen … mich stoert nur das “für einen eigentlich gut gemeinten Zweck”. Der Zweck des tohuwabohus ist doch wohl die wiederwahl der v.d.Leyen, m.E. kein gut gemeinter Zweck.

    Hier wird ein wahlkampfsueppchen gekocht und zwar gar nicht mit dem anspruch irgendwen zu schuetzen, sondern nur, und nur um gute presse zu generieren. Man kann das nicht oft genug betonen, ohne ein einziges opfer zu schuetzen wird hier pressearbeit gemacht.

    Erfreulich zu sehen ist, wie die stehts alerte journaille freudig aufspringt und den, mit erstunkenen und erlogenen zahlen begruendeten, bockmist und seine macher bejubelt. wer so eine presse hat, braucht eigentlich keine zensur mehr …

    … auch schoen zu sehen, wie die fatzkes der grossen ISPs sich vor den karren spannen lassen, waehrend die drei aufrechten sich wiederum noch von ahnungslosen daueraufgeregten journalisten wie kommunistische fuehrer in den 70er jahren behandeln lassen muessen: “Wie koennen sie es wagen, dieses wichtige unterfangen … wenn auch nur ein einziges kind davor bewahrt werden kann … (sie internetschwein)”

    … und selbst wenn dann hunderte, die es besser wissen, den gottserbaermlichen schreiberlingen in allen zungen des erdenrunds erklaeren, dass sie verarscht werden, selbst dann faellt bei der von ihrer eigenen wichtigkeit, intelligenz, sprachlichen gewandtheit und unverzichtbarkeit fuer unser gemeinwesen ueberzeugten pressemeute der groschen nicht.

    … noch erfreulicher, und diesmal wirklich erfreulich, ist aber, dass die sperren so wenig taugen, dass die internetausdrucker gern jede domain der welt auf ihre liste schreiben koennen. Zensur findet dadurch einstweilen nicht statt.

    … kotzt einen blos an, dass frau so ihre wiederwahl betreibt und die, die den souveraen ueber solche machenschaften aufklaeren sollen, dazu nicht faehig sind. Am ende muss man alles selber machen.

    (ick find den kommentar so schoen, den poste ick auch noch bei mir)

  6. on 23 Apr 2009 at 3:57 pm sabbeljan

    @haken ich finde deinen kommentar auch schön, und bin mit dir einig. das “mit eigentlich gut gemeinten zweck” nicht die absicht von “zensursula” gemeint war, wirst du mir abnehmen. korrekt muss es heissen “den vorgeschobenen gut gemeinten zweck”.

  7. […] Worum es geht? Hier noch einmal der Hinweis. […]

  8. […] ich hier zweimal (1,2) auf das unsinnige Internet”sperren”-Vorhaben der Regierung aufmerksam gemacht habe, […]

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