Der Bundesinnenminister hat wirklich ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Es ist keine Woche her, dass Einwohnermeldedaten durch eine Panne, bei einem Softwarehersteller in die Öffentlichkeit gelangten, da präsentiert Herr Schäuble die nächste prima Idee: Eine zentrale Einwohnermeldedatei. Abgesehen von der bekannten Anfälligkeit zentraler Datenbestände, ist die Begründung geradezu lächerlich. Weil derzeit etwa 4,8 Millionen Datensätze fehlerhaft seien, wäre der Schritt notwendig. Offenbar konnten wir in den letzten Jahren doch relativ gut mit den fehlerhaften Datenbeständen leben, oder? Jedenfalls besser als die Bürger der Kommunen, deren Meldedaten bei der Panne für andere einsehbar waren…

In diesem Zusammenhang, der Hinweis auf eine neue Seite der Grünen: Datenschutz ist Bürgerrecht.

2 Responses to “Sammelmut statt Sammelwut”

  1. on 27 Jun 2008 at 11:27 am The Exit

    Vielleicht wäre eine Volkszählung inzwischen wirklich das kleinere Übel.

  2. […] Sabbeljan ist vom Timing kurz nach der schon erwähnten Datenpanne beeindruckt. Der Oeffinger Freidenker mokiert sich über ein extrablödes Argument - dass die Erhebung für die Feuerwehr von Nutzen sei. Der Metronaut zitiert Kurt Beck (Sch…). Der Saarbreaker glaubt auch nicht, dass die Ordnungsämter zu doof sind, wie aus dem Hause Schäuble zu verstehen war. Und dem Schnüffelblogger wird unwohl ob der Zentralisierung. Mir auch. […]

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